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Verkehrsunfall Haselbach Hofmarkstraße, Schulbus mit LKW kollidiert
[Zu den Bildern]*

Diese Einsatzmeldung erreichte die FFW Haselbach am 24.04.2010 gegen 12:11 Uhr. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte verschärfte sich die ohnehin schon schwierige Lage: der LKW hatte Gefahrgut geladen.

Was klingt wie eine Horrorvision stellte sich jedoch als eine Übung heraus, die im Rahmen der Frühjahrsübungswoche der bayerischen Feuerwehren stattfand. Obgleich diesesmal eine Übung, kann ein ähnliches Szenario jederzeit und überall geschehen, wenn man die Mengen an Gefahrgüter bedenkt, die tagtäglich durch die deutschen Straßen rollen.

Nach der Alarmierung durch die Alarm und Einsatzzentrale Passau rückte die FFW Haselbach, zusammen mit den umliegenden Feuerwehren der Alarmstufe 6 zum Übungseinatz aus.
Vor Ort bot sich den Feuerwehrleuten ein originalgetreues Bild: ein LKW, dessen Front demolliert war, in der Fahrerkabine zwei eingeklemmte Personen, die von den Damen von Malteser realistisch geschminkt wurden.
Der LKW stand quer über die Straße, von der Ladefläche tröpfelte eine unbekannte Flüssigkeit und zu allem Überfluss war ein 1000liter Behälter herabgefallen und lag seitlich auf der Straße.
Einige Meter weiter stand ein Schulbus, in dem sich rund 20 Kinder mit teils schweren Verletzungen befanden.

Eine schwieirige Lage, die der Einsatzleitung alles abverlangte.
Nach erkennen der Situation mit den vielen Verletzten und einem unbekannten Stoff auf dem LKW wurden sofort Kräfte nachgeordert und die Alarmstufe 7 ausgelöst.
Da es sich um Gefahrgut handelte, wurde die Werkfeuerwehr der ZF Passau GmbH hinzugezogen, die über die nötigen Materialien zur Dekontamination verfügt.

Während die Kinder und die Busfahrerin aus dem Bus, der sich nicht mehr im unmittelbaren Gefahrenbereich befand, befreit wurden, lief zeitgleich die Bekämpfung des Gefahrgutstoffes, der sich als verschiedene Säuren herausstellte, an.
Unter Einsatz von Vollschutzanzügen wurde der Säuredunst niedergeschlagen, um anschließend zur Personenrettung überzugehen.
Dabei war die Rettungsplattform der FFW Ruderting, die speziell für die Personenrettung aus LKW konzipiert ist, eine große Hilfe.

Um das Großaufgebot von über 50 Fahrzeugen und rund 260 Rettungskräften von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr koordinieren zu können, wurde am Gerätehaus der FFW Haselbach die Einsatzleitung aufgebaut. Unterstützt wurde der Einsatzleiter dabei von der UG ÖEL.

Nach der Rettung der Verletzten wurden diese zur Dekontamination durch die Werkfeuerwehr Zahnrad und die SEG-Gefahrgut des Roten Kreuzes Freyung-Grafenau gebracht.
Unterdessen wurde mit der Bergung des Verunfallten Behälters begonnen und die Verletzten Kinder vom Rettungsdienst versorgt.

Nach der Großübung folgte eine kurze Einsatznachbesprechung im Brauereihof Haselbach, wo die Einsatzkräfte anschließend vom Roten Kreuz Tittling und deren Feldküche mit Gulasch versorgt wurden.

[Zu den Bildern]*

 

*Wir bedanken uns hier noch einmal ganz herzlich bei Tom Grösser (FFW Ruderting) und Simon Pilsl für die zur Verfügung gestellten Bilder!