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Aus
der Chronik der FFW Haselbach:
1870 wurde in einer Gemeinderatssitzung der Gemeinde Haselbach die Gründung der
Freiwilligen Feuerwehr Haselbach beschlossen.
In dieser Sitzung forderten Brauereibesitzer Franz Stockbauer und Lehrer Greiner
gleichzeitig, eine Druck- und Saugspritze neuester Konstruktion anzuschaffen.
Ein Blick in die "Feuerwehr-Liste der Gemeinde Haselbach 1870" zeigt, dass
der Haselbacher Bäckermeister Valentin Biereder zum Zeitpunkt der Aufstellung der
Freiwilligen Feuerwehr diese als "Commandant" und -wie es scheint- in
Personalunion auch als Vorstand geleitet hat. Vier "Abtheilungsführer", Mathias
Kohlhofer, Michl Sageder, Johann Hechinger und Johann Wimmer, führten im Gründungsjahr 9
Spritzenmänner, 15 Wasserzubringer, 14 Rettungsmänner sowie 10 Ordnungsmänner an. Zwei
Feuerreiter und fünf Feuerboten rundeten den Mannschaftsbestand ab.
Wenngleich spontan gefordert, zog sich die Bestellung einer Löschmaschine noch bis
1874 hin. Eine Handlöschmaschine, "die von Trägern auf den Brandplatz getragen
werden musste" und wahrscheinlich aus dem Besitz der Schlossbrauerei Haselbach
stammte, ging der neugekauften Abprotzspritze des Passauer Maschinenbauers J. Näff
voraus.
Eine Spende des Brauereibesitzers Franz Stockbauer von 125 Gulden und ein größeres
Darlehen beim Bauern Joseph Pletl aus Ranzing machten den Ankauf der Feuerlöschmaschine
überhaupt erst möglich. Am Fronleichnamstag 1874 konnte die neue Maschine zusammen mit
24 Fuß Saug- und 60 Meter Druckschläuchen endlich in Dienst gestellt werden. Die
geplanten Kosten beliefen sich auf die stattliche Summe von 882 Gulden, die teils aus der
Gemeindekasse, teils durch oben genannte Spenden bzw. Darlehen finanziert wurden, aber
erst 1888 durch Erträgnisse von 400 Mark aus Lokal-, Malz- und Bieraufschlag getilgt
werden konnten.
Untergebracht war die Spritze zusammen mit einem "Köppelstück", drei
Normalgewinden, 8 Feuerleitern, 6 Feuerhaken und 30 Feuereimern im
"Feuerlöschrequisitenhaus" am Fuß des mittelalterlichen Rundturmes an der
Nord-West-Ecke des Schlossgebäudes.
Brände bei Maria Glas in Wilmerting, am 19. Januar 1883 bei Johann Gaißinger und
Melchior Bredl in Haselbach, am 17. Februar 1883 bei Michael Ringseisen in Haselbach,
sowie ein für den 29. Dezember 1885 belegtes Feuer beim Moritzbauern in Oberhaselbach,
zeigten die Notwendigkeit einer gut gerüsteten Feuerwehr im Gemeindebereich.
Die Haselbacher Wehr wurde aber auch schon damals zu Einsätzen über die
Gemeindegrenzen hinaus gerufen, wie beispielsweise zu Bränden beim Wirt Kramer in
Patriching (4. April 1886) und in Tittling (8. Januar 1899).

Am 14. August 1904 wurde die erste Fahne in der
Geschichte der FFW Haselbach geweiht. Diese Fahne wurde damals aus dem Hochzeitskleid der
ersten Fahnenmutter, Frau Creszenz Stockbauer, gefertigt.
Zur Weihe dieser Fahne aus roter, schwerer bestickter Seide, stand die
Nachbarfeuerwehr Tiefenbach Pate.
Nach anfänglichem Wiederstand, sprach man sich am 15.
November 1933 in Haselbach für den längst erforderlichen Ankauf einer moderneren
Motorspritze aus. Eine zweirädrige Motorspritze mit Vorspannwagen der Firma Paul Ludwig,
Größe III, mit einem Leistungsvermögen von 800 Litern bei 70 m Förderhöhe wurde mit
Hilfe eines Darlehens der Bayerischen Versicherungskammer in Höhe von 1500 Reichsmark im
Jahre 1934 angekauft.

Der Gemeinderat Haselbach beschloss am 2.
November 1954 einstimmig den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses. Der Bau konnte schon
im Juni 1955 fertiggestellt werden. Auf dem Dach des Schlauchturmes wurde eine neue Sirene
installiert. Im selben Jahr wurde das neue Spritzenhaus kirchlich geweiht.
Am 27. Dezember 1955 konnte das erste motorisierte Fahrzeug in München abgeholt und
in Dienst gestellt werden.
Es handelte sich um einen amerikanischen Armeelaster, einen Dodge, Baujahr 1943.
Am 2. August 1964 wurde feierlich die zweite
Fahne der Freiwilligen Feuerwehr Haselbach geweiht. Dabei trat Frau Gisela Stockbauer-Muhr
das Amt der neuen Fahnenmutter an:
Am 20. Mai 1973 wurde das neue LF 8 durch
Kaplan Graf geweiht.

Am 17. September 1989 wurde das neue
Gerätehaus, nach dem kirchlichen Segen durch Monsignore Johann Baptist Burreiner im
Rahmen eines Festaktes feierlich seiner Bestimmung übergeben.
Grundsteinlegung des neuen FW-Gerätehaus:
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